Heilpraxis an der Eilenriede
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Zur Geschichte der Augen-und Irisdiagnose

Bildnachweis: wikimedia commons gemeinfrei Ignaz Péczely

Als der 11jährige Ignaz von Péczely im Jahre 1837 in den Wäldern seiner Heimat Ungarn eine Eule zu fangen versuchte, verkrallte sich diese aus Angst so sehr in seine linke Hand, daß jeder Befreiungsversuch vergeblich blieb. Der Junge musste, schweren Herzens, die Kralle des Vogels brechen. Péczely pflegte das Tier gesund und beobachtete es währenddessen intensiv. Er bemerkte, dass sich im Auge der Eule ein großer, blutiger Fleck entwickelte, genau auf der Seite, wo sich auch die gebrochene Kralle befand. 

Dieses Erlebnis prägte seine spätere Tätigkeit als praktischer Arzt in Budapest.

 

Péczely schrieb dazu: „1862... passierte es, dass ich in den Augen eines Kranken eigenartige Flecken sah sowie unter anderem ein im Auge der Eule gesehenes Zeichen. Diese auffallende Ähnlichkeit weckte meine Aufmerksamkeit.“

Er begann die Augen seiner Patienten genauer zu betrachten und fand dabei zahlreiche Merkmale und Zeichen, die sich bei Menschen mit gleichen oder ähnlichen Beschwerden wiederholten. 

Seine über lange Jahre gesammelten Erkenntnisse fasste Péczely in seiner 1880 veröffentlichten Arbeit 'Entdeckungen auf dem Gebiete der Natur- und Heilkunde', zusammen.

Er vertrat darin die Meinung, dass bestimmte Zeichen innerhalb der Iris auf bestimmte Organerkrankungen hindeuten. Die Lokalisation eines solchen Zeichens war dabei sehr wichtig, so dass jedes Organ seinen ganz spezifischen Platz auf der Iris zugewiesen erhielt. Die erste 'Landkarte' des Auges war entstanden. 
 

Beispiel einer Iristopographie aus dem Kompendium der Firma Pascoe
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